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10.
Tag: Montag, 13/08/2007
Der geplante Ausflug nach Cività di Bagnoregio und Bolsena fällt
flach, dafür machen wir die halbe Toscana (Pitigliano, Gradoli
und Sorano) auf der Suche nach einem Fotolabor unsicher. Wir
wollen eigentlich nur unsere Fotos auf CD brennen lassen, was in
diesem Teil der Welt allerdings nicht so einfach ist. Zumindest
nicht in der zentralen Augustwoche und mit dem mittlerweile
ausgestorbenen Speicherkartenformat, welches unsere
Digitalkamera "glücklicherweise" verwendet.
Letztendlich lösen wir das Problem nachtmittags dann doch in
Pitigliano.
Und nutzen diese Gelegenheit für einen weiteren Streifzug durch
PITIGLIANO, dieses Mal entlang der Via Vignoli.
Welche deutlich belebter scheint als die anderen; spielende
Kinder und dichtende Rentnerinnen leisten uns Gesellschaft.
Halb Pitigliano scheint zum Verkauf zu stehen, die
Immobilienmaklerin klärt und über die Preise auf: grob ab Euro
800/qm für nicht restaurierte Wohnungen, Euro 1200/qm bis über
Euro 2500/qm für renovierte. Wobei die Lage eine zentrale Rolle
spielt. Entlang der Via Roma und in den vicoli ohne
Aussicht kostet es etwas weniger, die Aussicht entlang der Via
Vignoli ist etwas teurer. Am teuersten ist aber die andere
Seite, die viel fotografierte (ja, auch von mir) Sahneseite
Pitiglianos.
Zum Abendessen im Cavone leisten uns wieder Hunde und Katzen
Gesellschaft. Wir teilen aber nicht (haben aber Katzenfutter in
der Wohnung gefunden, mit welchem wir recht großzügig
umgehen.)
Nach Einbruch der Dunkelheit machen wir uns auf den Weg nach SOVANA,
wo wir sofort in ihrer Bar auf unsere Vermieterin treffen.
Welche uns sofort auf einen Fruchtsaft einlädt.
Nach einem längeren Plausch ziehen wir dann doch noch durch die
eineinhalb Straßen des Ortes. Der Ort ist sehr mittelalterlich,
rustikal, die Gebäude sind grob in ihrer Form. Und am Abend ist
Sovana wirklich sehr, sehr schön. Unnötig zu erwähnen, dass
auch Sovana einer der "Borghi più belli d'Italia"
ist... Auch hier befinden wir uns in einer etruskischen
Gründung, die ganze Umgebung ist stark von den Etruskern
geprägt worden, die weichen Tuffsteinfelsen sind voll von
Gräbern, manche Felsen sind so durchlöchert wie Schweizer
Käse.

Via
dei Pretori, rechts die Via del Duomo, links die Via di Sotto

Mittelalterliche
Gebäude im nächtlichen Sovana
Sovana
wird touristisch durchaus sinnvoll genutzt: Mehrere einladende
Lokale, zwei "alberghi diffusi", Hotels, die in
mehreren Gebäuden über den Ort verteilt untergebracht sind.
Das in Domnähe gelegene Hotel sieht ebenfalls wirklich gut aus.
Der grobschlächtige Dom, den Heiligen Petrus und Paulus
gewidmet, wirkt im orangenen Licht der Lampen
sehr toll, ein Besuch bei Tageslicht ist für die nächsten Tage
geplant..
Viele Fotos später kehren wir dann wieder einmal zufrieden in
unseren Unterkunft zurück.
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