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4.
Tag: Dienstag, 07/08/2007
Ausschlafen - die Familie nebenan ist außer Haus!
Wir ziehen erneut um, auf Grund der Wespen. So langsam wird es
nervig, wenn die Hälfte des Tages zum Umziehen und Putzen
draufgeht. Eigentlich sind wir ja im Urlaub.
Das mittlerweile 3. Appartment liegt wieder im Erdgeschoss,
wieder an der Straße, ist aber deutlich geräumiger.
Schwimmen fällt heute flach, meine Haut braucht eine Pause von
der Sonne.

Piazza
della Repubblica
Nachmittags fahren wir dann in die Toskana, nach CORTONA.
Anfangs begeistert die Stadt weniger, deutlich weniger als
Perugia. Das ändert sich aber, als wir nach langem Anstieg über
die Via Ghibellina auf der Piazza della Repubblica
ankommen. Überraschung: Dort steht doch tatsächlich Lorenzo
"Jovanotti" Cherubini und hält ein Schwätzchen.
Obwohl ich gerne hingehen würde, um mit ihm ein paar Worte zu
wechseln, tue ich es nicht - ich hätte an seiner Stelle keine
Lust, dauernd von wildfremden Leuten angesprochen zu werden.

Piazza
Signorelli
Die Stadt wird schöner, lebendiger. Cortona muss nicht mit
Perugia konkurrieren, es hat seinen eigenen Reiz. Es scheint
weniger "uralt", aber weiß mit seinen Gassen, seiner
Lage am Berg und den vielen Geschäften zu gefallen. Allerdings
sind sehr viele Touristen unterwegs.
Piazza della Repubblica und Piazza Signorelli sind das
lebendige Zentrum der Stadt, gesäumt von alten Palästen. Mir
gefällt vor allem der Palast der Stadtverwaltung, welcher eine
Fassade auf beiden Plätzen hat.
Der Dom, der nicht im Zentrum, sondern direkt an den Stadtmauern
etruskischen Ursprungs steht, ist von außen relativ
unscheinbar; auf Grund eines Gottesdienstes können wir sein
Inneres nicht betrachten.
Unterhalb des Doms befindet sich die Via Jannucci mit
merkwürdigen mittelalterlichen Gebäuden/Wohnhäusern, die aus
den anderen Gebäuden hervorstechen. Warum dies so ist, kann ich
nicht in Erfahrung bringen.

Via
Janucci
Wir verlassen die Stadt und fahren zur Kirche Santa
Margherita hoch, welche über der Stadt thront. Man kann sie
auch zu Fuß von der Stadt erreichen, aber für Schwangere ist
der Aufstieg nicht gerade geeignet. Leider ist der Blick auf die
Stadt von der Kirche und der noch höher liegenden
Medici-Festung aus verwehrt.
Mittlerweile meldet sich der Magen, zum Abendessen geht es nach CASTIGLIONE
DEL LAGO, direkt am Lago Trasimeno gelegen. Die
Altstadt ist ein weiterer der Borghi più belli d'Italia,
kann aber nicht mit Corciano mithalten. Die urbanistische Anlage
auf dem Vorsprung in den See ist interessant, die Stadtmauern
sind sehr schön aber der borgo in seiner Substanz
nicht herausragend. Dafür aber voller Touristen. Die Burg ist
um diese Uhrzeit leider nicht mehr geöffnet.
Das Restaurant (La Cantina) ist nicht schlecht, aber auch nicht
weiter zu empfehlen. Regionale Küche, aber um wirklich gut zu
sein, ist es zu groß und zu touristisch.
Nach dem Essen laufen wir noch ein bisschen durch den Ort, dann
zieht es uns in Apartment Nr. 3 zurück.
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