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ANREISE
UND UNTERKUNFT
Samstag Morgen, 8. August, 4.40 Uhr. Der Tank ist voll, die
Kühlbox (1 Flasche Wasser, eine Flasche Cola,
eine Packung M&Ms, fünf belegte Brötchen) ebenfalls und bis
Arrone in Umbrien sind es rund 650
km. Das Piemont verabschiedet mich gebührend: es schüttet aus
allen Wolken! Heute ist der Hauptreisetag der Italiener, das
Verkehrschaos ist vorhergesagt. Schau'n wir Mal, ich habe ja
keine große Alternative und muss heute früh los.
Nach
Asti lässt der Regen nach und bis Piacenza geht es relativ gut
voran, dem Sonnenaufgang entgegen. Und dann geht es los.... Kurz
nach der Auffahrt auf die A1, die Autostrada del Sole, in
Richtung Bologna stehe ich auch schon im Stau. Um kurz nach 6
Uhr morgens! Bis Fidenza geht es stockend weiter, der
Verkehrsfunk meldet weitere Probleme Richtung Bologna (Unfälle,
Staus) und Richtung Rimini. Mir reicht es schon und ich fahre in
Fidenza ab. Parallel zur Autobahn auf der Via Emilia hat keinen
Sinn, also schlage ich einen Bogen Richtung Cremona und Mantova,
fahre dann über Ferrara nach Ravenna, wo ich der E45
(welche ich in Cesena sowieso nehmen wollte, um Florenz hätte
ich in jedem Fall einen großen Bogen gemacht) in Richtung
Perugia folge. Nach Rund 730 km ohne weitere Staus komme ich
dann um Punkt 14 Uhr in Arrone an und nehme unsere Unterkunft in
Empfang.
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| Frontalanblick
unserer Unterkunft |
Die
Rückseite mit dem Haupteingang |
Wir
haben ein altes
Bauernhaus (casale) gemietet, mit vielen
Schlafplätzen für die ganze Familie. Das Gebäude ist in der
Substanz rund 300 Jahre alt, steht im Grünen und hat rund einen
Hektar Land um sich herum. Darüber hinaus liegt es auf 500m
Höhe ü. N.N., sodass es zumindest nachts relativ kühl wird
und man gut schlafen kann. Die Ausstattung ist rustikal, so wie
es sich gehört. Und vor allem ist es ruhig, die nächste
asphaltierte Straße ist rund 500m Luftlinie entfernt und nur
schwach befahren. Aber lassen wir die Bilder für sich sprechen.
Nachdem
ich die Unterkunft begutachtet habe, mache ich mich auf den Weg
nach Terni, wo gegen 17 Uhr Frau, Tochter und Schwiegermutter
mit dem Zug ankommen sollen. Vorher will ich noch schauen, wo sich die Supermärkte befinden, da wir noch groß einkaufen
müssen. Und damit werde ich meine erste Überraschung erleben:
In ganz Terni ist kein einziges offenes Geschäft zu finden -
und das am Samstag Nachmittag!
Mit dieser nicht wirklich positiven Erkenntnis mache ich mich
dann auf den Weg zum Hauptbahnhof, noch unwissend, dass mich
dort eine weitere große Überraschung erwarten wird. Denn neben
meiner Familie und meiner Schwiegermutter steigen dort auch noch
meine Schwägerin mit ihrem kleinen Sohn aus dem Zug! Somit
kommen jetzt auf fünf Plätze im Auto sechs Personen, auf einen
Kindersitz zwei Kinder. Dieses Verhältnis wird sich noch
verschlechtern, wenn am Montag meine Muter und am Donnerstag
mein Vater ankommen, beide mit dem Flieger, versteht sich.
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| Das
Turmzimmer |
Der
große Kamin im Wohnzimmer |
Immerhin bekommen wir
Eines gebacken: Wir finden tatsächlich das einzige geöffnete
Lebensmittelgeschäft Ternis (direkt gegenüber dem Haupteingang
des Krankenhauses) und können uns noch mit dem Notwendigen
eindecken, bevor wir dann am Montag die Supermarktregale leer
kaufen können.
Abendessen gibt es
auswärts, in einer von den Vermietern empfohlenen Pizzeria
ganz in der Nähe: Country
House Sette Archi, an der (einzigen) Straße die von
Arrone nach Polino führt (Tel. 0744-789152 - 339-8998346).
Tatsächlich sehr empfehlenswert und auch unschlagbar günstig.
Eine Pizza Margherita für 3,50 Euro findet man eher selten. Und
so lassen wir dort gemütlich den Abend ausklingen.

Die rustikale
Küche
Quelle/Copyright
aller Fotos: Torsten Licht/Vivere l'Italia
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