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Was hatte man mir nicht alles über
Portofino erzählt und vorgeschwärmt! Vielleicht war ich deswegen
etwas enttäuscht, als ich eines schönen Sommertages per Fähre
von Santa Margherita Ligure dort ankam.
Klar - die Lage ist einmalig, die
Bucht, der
Hafen und die Häuserfront sind nicht umsonst millionenfach
fotografiert worden. Aber viel mehr als durch die Gassen zu ziehen
(dauert ca. 15 Minuten) und zur Kirche S. Giorgio (schöne
Aussicht) hoch zu laufen, kann man nicht tun. Außer man weiß,
was einen erwartet und hat
a) entweder ein dickes Portemonaie dabei oder
b) viel Zeit und Badesachen eingepackt.
Ansonsten kann man ein wenig über die
Halbinsel laufen, die Aussicht genießen und darauf warten, dass
die nächste Fähre zurückfährt.
Was ich dann auch gemacht habe.
Anscheindend wurde Portofino mit dem Namen Portus
Delphinus (Delphinhafen) in römischer Zeit gegründet,
Dokumente aus dem Jahr 986 erwähnen Portofino.
Heute ist Portofino natürlich für seine herrliche Bucht und die
bunte Häuserfront am an selbiger bekannt, Ferien können sich
dort aber nur die Reichen und Schönen leisten, welche auch
gerne vorbeischauen. Auch Berlusconi legt hier angeblich öfter
mit seiner Yacht an. Auch in der Vergangenheit kam die ein oder
andere bedeutende Persönlichkeit dort vorbei, darunter Richard
Löwenherz, Kaiser Wilhelm II oder auch Friedrich Nietzsche.
Anreise: Portofino ist von Genua aus
gut mit dem Zug zu erreichen (bis S. Margherita Ligure), von dort
dann mit dem Bus oder der Fähre. Von der Anreise mit dem Auto
rate ich wegen Parkplatznot und Staus ab.



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