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Beim Arzt

Ich will schon ne Weile erzählen, wie so ein Arztbesuch
in Turin vonstatten geht. Ich spreche dabei
aber nicht vom Hausarzt, sondern von den Spezialisten. Bei so einem war ich vor zwei Wochen.

Der Termin ist schon Wochen vorher telefonisch ausgemacht, die Überweisung vom Hausarzt
ist auch ordnungsgemäß ausgestellt worden (was bei unserem Hausarzt schon an ein Wunder grenzt...).

Termin: 11 Uhr morgens, im Poliambulatorio (wo die öffentlichen Ärzte in einer Art Sammelpraxis organisiert sind) des
größten Krankenhauses von Turin (wer schon mal von Le Molinette gehört hat, weiß, wovon ich spreche).

Ich
tauche also um 10 Uhr dort auf, da man vorher die Untersuchung bezahlen muss (umsonst ist nur der Tod, und der kostet das Leben...). Aber wo bezahlt man?
A
m Informationsschalter schickt man mich zum centro prenotazione (wo man seine Termine vormerkt), dort ziehe ich intelligenterweise gleich eine Nummer. Dann entdecke ich den Schalter zum Bezahlen - den Termin habe ich eigentlich ja schon. Also schnell dorthin, "hallo, ich muss bezahlen." - Wieviel? werde ich gefragt.
Keine Ahnung, ich arbeite ja nicht im Krankenhaus. Es gibt zwar Standardpreise, aber die hängen natürlich von der Leistung ab. Woher soll ich wissen, was eine Untersuchung kostet?
Also muss ich mich
doch
in die langen Schlangen einfügen, es sind nur ca. 40 Personen vor mir...
Um 10.45
wird mir das sogenannte ticket ausgestellt, auf welchem der Betrag genannt ist: Euro 18,60. Damit gehe ich wieder bezahlen. Was dieses Mal ohne Problem und lange Schlange klappt.

Auf meine Nachfrage sagt man mir sogar, wo ich hin muss.
Also los. Zurück ins Krankenhaus, um mehrere Ecken, hoch, runter, dreimal nach dem Weg gefragt, Poliambulatorio gefunden.
Die erste Krankenschwester, die mir über den Weg läuft, frage ich nach der dermatologischen Abteilung. "Da hinten rechts".
Perfekt. Nur: "da hinten rechts" h
ängt leider ein Schild, welches besagt, dass die gesuchte Abteilung sich mittlerweile woanders befindet....
Gut, wieder nach dem Weg fragen, hoch, um mehrere Ecken, nochmals nach dem Weg frage, um 11.05 Uhr bin ich endlich am Ziel.
Angemeldet, bis 11.25
warten dann komme ich endlich dran.
Um 11.45
ist der Spuk dann vorbei, der Arbeitstag kann beginnen. Fast anderthalb Stunden Vorleistung für eine Untersuchung, die 20 Minuten dauerte!

In ein
bis
zwei Monaten muss ich eine weitere Untersuchung absolvieren. Ich bin gespannt.
Um Stress zu vermeiden, werde ich mir wohl einen ganzen Tag Urlaub nehmen...

(erlebt im Mai 2006)

 

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