Eigentlich war ich nur für ein
Vorstellungsgespräch in Reggio nell'Emilia (wie der
vollständige Name der Stadt lautet). Fotos habe ich damals
natürlich keine gemacht. Aber die Stadt hat mich trotzdem
sofort begeistert - mein Reiseführer hingegen hat sie nicht Mal
namentlich erwähnt....
Die Stadt ist anders, als viele
italienische Städte, die ich vorher besucht habe. Sie ist
sauber, übersichtlich und gut geplant. Es gibt
Reihenhaussiedlungen in denen die Bewohner den Rasen mähen - so
was hatte ich bisher in Italien noch nicht gesehen! Selbst die
dicht bebauten Vorstädte haben keine Anzeichen des Verfalls,
wie er in süditalienischen Städten oft anzutreffen ist.
Das sechseckige historische Zentrum ist
einladend. Entlang der Hauptachse, der Via Emilia, ziehen
sich portici, in deren Schutz man gemütlich bummeln
kann. Der Hauptplatz der Stadt, die Piazza Pramposino
liegt leicht abseits der Via Emilia. Dort befinden sich der nie
fertiggestellte Dom und der Palazzo Comunale, in
welchem die italienische Flagge (Tricolore) ausgestellt
ist, die erstmalig 1797 in Reggio Emilia gehisst wurde und
später dann zur italienischen Nationalflagge wurde.
Durch das Portico del Broletto am
Dom entlang gelangt man zum hübschen Marktplatz von Reggio, der
Piazza S. Prospero, benannt nach dem Schutzheiligen der
Stadt, dem auch die Kirche am Ostende des Platzes geweiht ist.
Vor allem an lauen Sommerabenden ist es herrlich, in den Cafés
am Platz zu sitzen und die meist jungen Flaneure zu beobachten -
Reggio ist Universitätsstadt. Darüber hinaus bietet Reggio ein paar
Museen, ein Theater und die Möglichkeit, landwirtschaftliche Kooperativen
zu besichtigen - der Parmeggiano Reggiano, der Parmesankäse, kommt aus
Reggio!
Linktipp: Reggio
Tricolore
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