Vivere l'Italia - Italien erLeben. Ein persönlicher Reiseführer

 

Bobbio

=> Emilia-Romagna

S. Colombano
Bögen
Brücke und Stadt
Brücke und Stadt Ponte Gobbo
Bobbio, eine Kleinstadt mit ca. 30.000 Einwohnern, ist immer noch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Trebbiatals. Sie blickt aber auf eine wesentlich bedeutendere Vergangenheit zurück:
Im Jahr 612 gründete der irische Mönch Columban in Bobbio eine Abtei, welche 643 den Benediktinern unterstellt wurde. Diese gründeten eine Schule zur Abschrift alter Texte und die dazugehörige Bibliothek. Über die Jahrhunderte kam somit ein beträchtlicher kultureller Besitz zusammen, Bobbio wurde eines der bedeutendsten Kulturzentren Europas. Dann kam ein bedeutender Korse namens Napoleon vorbei und verscherbelte den kompletten Besitz der Abtei - das war das (kulturelle) Ende der Stadt.

Die Stadt ist äußerst sehenswert mit ihrem hübschen mittelalterlichen Zentrum, welches westlich des Flusses Trebbia liegt. Die Kirche S. Colombano, dem irischen Mönch geweiht, liegt hinter der Hauptstraße des Zentrum, ist aber aufgrund des Turms nicht zu verfehlen. Im Inneren befinden sich der Sarkophag des Mönchs, nebenan ein Klostermuseum, welches wir aufgrund des guten Wetters (waren im Dezember dort), nicht besichtigt haben.
Besser als S. Colombano hat mir die Kathedrale von Bobbio gefallen. Das dreischiffige Gebäude hat eine sehr einfache Fassade, links und recht je einen Glockenturm. Innen ist sie beeindruckend, die Apsis ist mit Fresken ausgemalt.

Hinter der Kirche endet die Stadt, es geht zur Trebbia hinunter. Dort befindet sich auch das Highlight der Stadt: Der Ponte Gobbo, die "bucklige Brücke". Diese Brücke, welche aus dem 7. Jahrhundert stammt, überquert in 11 Bögen den Fluss. Natürlich kann man die Brücke zu Fuß überqueren, von der anderen Seite hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, mit der Brücke im Vordergrund und den Bergen im Hintergrund. Sehr schön!

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