An einem heißen Sommertag des Jahres 2005
suchten wir Abkühlung - die Berge schienen uns die richtige
Alternative zum sicherlich überlaufenen ligurischen Meer. Und
so machten wir uns auf den Weg nach Aosta und zum Großen
St. Bernhard. Es sollte sich lohnen!
Aosta ist eine hübsche Stadt (ca. 36.000
Einwohner) römischen Ursprungs (Augusta Praetoria), was auch heute noch deutlich
sichtbar ist. Überall in der Stadt sind mehr oder weniger
deutlich die römischen Einflüsse zu finden, sei es im vom
römischen Lager geprägten Stadtgrundriss, sei es durch die
Reste der römischen Bauten.
Als erstes begegnet man, wenn man von Osten in die Stadt kommt,
dem Augustusbogen, errichtet im Jahr 25 n. Chr., dem Jahr der
Stadtgründung. Von dort kommt man über die Via Anselmo zur
Porta Pretoria, dem römischen Haupttor der Stadt.
Hat man dieses durchschritten, kann man sich einfach durch die
hübsche Altstadt treiben lassen. Außer den Stadtmauern und den
hübschen Kirchen (S. Orso, S. Lorenzo, die Kathedrale
S. Maria) begeistern vor allem das römische Theater
und die weitläufige Piazza Chanoux, der Hauptplatz
Aostas. Es gibt auch ein Amphitheater aus römischer
Zeit, welches aber zumindest 2005 nicht zugängig war.
Was mich aber letzten Endes am meisten
begeistert hat, sind die rund um die Stadt majestätisch
aufragenden Alpengipfel. Sie schienen zum Greifen nah, darüber
spannte sich ein strahlend blauer Himmel (siehe Fotos). Die
einzige Enttäuschung war, dass ich außer französischen
Touristen niemanden französisch sprechen hörte. Für die
Hauptstadt einer zweisprachigen Region fand ich dies
überraschend. Vermutlich muss man dazu aber in die kleineren
Orte fahren.